< PreviousBewegungsmedizin – Nr. 16 / März 2023 Fachliche Informationen Bewegungs- und Gesundheitsförderung 6. Messverfahren zur Bestimmung der Muskelleistungsfähigkeit Messungen der Kraft der unteren Rückenstreckmuskulatur blei- ben – ohne mechanische Fixation des Beckens – ein Problem der Validität. Weil die De nitionen von Maximalkraft, Schnellkraft, Explosivkraft und Kraftausdauer nicht präzise genug angewen- det werden können, wird im Folgenden nicht von einem Krafttest im eigentlichen Sinne gesprochen, sondern von einer Testung der Muskelleistungsfähigkeit (vgl. Diagramm 1). Die Leistung eines Muskels steigt mit der Kraft, die er aufbringt bzw. mit der Ge- schwindigkeit, mit der diese entwickelt wird (Knuttgen u. Komi 1994; Goldspink 1994). Das Maximum an mechanischer Leistung (Nm/s) erreicht ein Muskel dann, wenn die entwickelte Kraft 55- 65 % und die Bewegungsgeschwindigkeit 45-50 % ihres Maxi- mums betragen (Bosco 1992) . In Abgrenzung zum physikalischen Ansatz wird die Leistungsfähigkeit im motorischen Sinne als me- chanischer Output de niert, den der aktive Bewegungsapparat produziert (Müller 1996). Bei der Objektivierung des Effektes der wirbelsäulensta- bilisierenden Muskulatur entspricht der Begriff statische Mus- kelleistungsfähigkeit der energetischen Beanspruchung im lo- kalen anaerob-alaktaziden und zunehmend anaerob laktaziden System. Zwischen Maximalkraft und Muskelleistungsfähigkeit besteht ein enger Zusammenhang. Eine Steigerung der Maxi- malkraft wirkt sich positiv auf die Muskelleistungsfähigkeit aus. Der korrelative Zusammenhang fällt dabei umso höher aus, je grösser die Last ist, gegen die gearbeitet werden muss. Um eine zuverlässige Aussage über die kraftassoziierte Mus- kelleistungsfähigkeit zu machen, muss deshalb eine Übungs- anordnung de niert werden, die innerhalb eines möglichst kur- zen Zeitfensters zu einem ermüdungsbedingten Testabbruch führt. Beim nachfolgenden Testverfahren ist diese Bedingung grundsätzlich erfüllt, weil letztlich zunehmend lokale (musku- läre) und zentrale (nervale) Hemmimpulse, sog. Inhibition 4 , ge- genüber den willkürlichen Befehlsimpulse überwiegen und zum Arbeitsabbruch zwingen. Die statische Muskelleistungsfähigkeit kann anhand der maximalen Zeit bestimmt werden, über die hinweg die geforderte statische Haltearbeit in einer de nierten Körperposition willkür- lich aufrecht erhalten werden kann. Diese Testmethode erfordert von der Testperson eine ausgeprägte Willenskraft und Ermü- dungstoleranz (Hollmann u. Hettinger 1990). Von statischer Ma- ximalkraft kann aber nicht gesprochen werden, weil nach maxi- mal möglichem isometrischem Kraftaufbau (MVC 5 ) schon nach wenigen Sekunden ein stetiger Kraftabfall erfolgt. Abb. 3: Beinhebetest; Endstellung der standardisierten Testübung, die möglichst lange gehalten werden soll (beachte Kopf- und Armstellung, Kniestreckung und Fussstellung) 4 neuronale re ektorische Hemmung 5 maximum volantary contractionBewegungsmedizin – Nr. 16 / März 2023 7. Der Beinhebetest Mit dem Beinhebetest (siehe Abb. 3) wird eine noch nicht ab- schliessend validierte Testmöglichkeit für die Muskelleistungs- fähigkeit der lumbo-thorakalen Rückenstreckmuskulatur mit- tels isometrischen Testverfahrens vorgeschlagen. Die Festlegung der Testposition in Bauchlage ergibt sich aus der (patho-)phy- siologischen Tatsache, dass die Grösse des Kraftabfalls in der extensorischen Endstellung der Lendenwirbelsäule als Risiko- faktor für unspezifi sche Rückenschmerzen gilt. Zudem wird mit dem Bewegungsauftrag «Beine maximal hoch anheben» das Erzeugen einer extensorischen Biegekraft zwingend. Damit ist sichergestellt, dass die Zielmuskulatur aufgrund ihrer MVC aus- reichend spezi sch getestet wird und das in der klinisch rele- vanten Endstellung. Obwohl für Ungeübte bei isometrischen Tests ein gewis- ses Verletzungsrisiko zu bestehen scheint (Hottenrott 2017), kam es bei dieser Testform noch nie zu vergleichbaren Proble- men, auch wenn dabei angeblich hohe Kompressionskräfte die Facettengelenke «übermässig» belasten. Offensichtlich besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen isometrischer Maximal- kraftentwicklung gegen einen äusseren Widerstand und einer solchen gegen körperinterne, strukturell bedingte Widerstände, die in einem gewissen Masse von gelenksichernder Kokontrak- tion begleitet ist. 7.1. Standardisierung – Der Proband liegt in Bauchlage auf einer dünnen Airex- Matte am Boden oder auf einem ungepolsterten Tisch. – «Aufwärmen / Tonisieren»: Übung «Superman» mit gestreckten Armen dynamisch über 3 Serien (1. Serie mit 3 Wdh., 2. Serie mit 4 Wdh., 3. Serie mit 5 Wdh.; Pausen zwischen Serien: 10 s.) – Ausgangsstellung: Die Arme sind abduziert und die Ellbogen so weit gebeugt, dass die Stirn auf die Finger- bzw. auf den Handrücken gelegt werden kann. – Wenn die Beine bei Testbeginn maximal angehoben sind, legt der Untersucher die Fingerspitzen einer Hand an der Stelle leicht unter den Oberschenkel, wo dieser mit der Unterlage keinen Kontakt mehr hat (die Kontaktstelle dient sowohl dem Untersucher als auch dem Probanden zur tak- tilen Kontrolle der Beinhaltung). – Zur Mobilisierung der Leistungsreserven kann der Proband durch die Aufforderung «höher …», «halten …»… oder «gut so …»… alle 10 Sekunden moderat motiviert werden. 7.2. Instruktion 1. Hebe beide Beine gestreckt maximal hoch an und halte diese Position so lange wie möglich. 2. Ich lege meine Finger zur Kontrolle unter den Oberschenkel. 3. Achte beim Test darauf, dass der Druck deines Oberschenkels auf meine Finger unter keinen Umständen zunimmt. 8. Funktionelle Rahmenbedingungen des Beinhebetests Zu beantworten bleibt die Frage, ob der Beinhebetest die Haupt- gütekriterien in Bezug auf die Aussage über eine ausreichende isometrische Muskelleistungsfähigkeit des lumbalen Streckappa- rates erfüllt. Die statische Maximalkraft ist die höchste Kraft, die das neuro- muskuläre System bei willkürlicher Kontraktion gegen einen un- überwindbaren Widerstand auszuüben vermag. Der maximale Kraft- wert wird in den ersten drei Sekunden des Spannungsaufbaus erreicht, um danach mehr oder weniger schnell abzufallen. Wenn also eine Haltdauer bzw. -spannung deutlich länger aufrechterhalten wird, dann kann nicht mehr von Maximalkraft gesprochen werden. Weil die Haltezeit in den meisten Fällen 60 Sekunden nicht übersteigt, kann von einer überwiegend anaerob laktaziden Beanspruchung des Energiesystems gesprochen werden, also einer Belastungsdauer, während der das Niveau der individuellen Maximalkraft neben der intensiven Kraftausdauer den grössten Ein ussfaktor darstellt. Bewegungsmedizin – Nr. 16 / März 2023 Fachliche Informationen Bewegungs- und Gesundheitsförderung Der genannte Widerstand setzt sich beim Beinhebetest aus der Summe der gegenläu g aktiv erzeugten Hebelmomente von Oberkörper einerseits und Becken/Beinen andererseits zusam- men. Diese wiederum werden beein usst durch die dorsalen kompressionsbelasteten Wirbelsäulenstrukturen und die passi- ven Widerstandskräfte der ventralen myofaszialen Gewebe (u. a. oberfl ächliche ventrale Zuglinie n. Mayer, Lig. longitudionale anterius, Faserzüge der ventralen Anteile des Anulus fi brosus und Lig. iliofemorale). Dass mit der Übungsanordnung eine maximal mögliche Muskelspannung (MVC) aufgebaut werden kann, erklärt sich aus dem Umstand, dass mit dem Anheben der gestreckten Beine ein langer Hebel gegen die Schwerkraft aktiviert wird, und um diesen in der maximal möglichen Höhe zu halten, der Ober- körper ausschliesslich über die lumbalen Rückenstrecker als akti- viertes passives Widerlager (APW 6 ) eingesetzt werden muss. Auf die Testübung übersetzt heisst das, die geforderte isometrische Maximalkraft (hier Haltekraft) ist die grösstmögliche Willkürkraft, die gegenüber den genannten beiden Drehmomentkräften mög- lichst lange erzeugt werden kann. Damit werden zwei gegenseitig weiterlaufende Bewegungsimpulse generiert, die sich lumbal in einer Extension bei maximaler Anspannung gegenseitig begren- zen bzw. aufheben. Eine grosse Hüftextension einerseits und eine gute Streckfähigkeit der Lendenwirbelsäule begünstigen die bio- mechanische Ef zienz der belasteten Rückenstreckmuskulatur und führen damit tendenziell zu längerer Haltedauer. 8.1. Quantitative Kategorisierung Aus funktioneller Sicht wird mit dem Test beurteilt, ob die lumbale Streckmuskulatur den Oberkörper als aktiviertes / passives Wider- lager ef zient genug und ausreichend lange gegen das Gewicht des «aktivierten Beinhebels» einsetzen und dabei eine suf ziente lumbosakrale Verankerung garantieren kann. Zur Differenzierung konstitutioneller Merkmale (v. a. die Verteilung der Teilkörperge- wichte und Längenverhältnisse) wird das Bewegungsausmass des Beinhebens mit Kategorien von 2–4 beschrieben und bei der Inter- pretation nötigenfalls berücksichtigt (siehe Tab. 1). Die praktische Erfahrung zeigt, dass der Einsatz der lumbalen Streckmuskulatur auch dann genügend selektiv ausfällt, wenn die Oberschenkel nicht vollständig von der Unterlage abgehoben werden können. In einem solchen Fall ist es aber indiziert, das Vorliegen einer arthromusku- lären Balance mittels spezi schem, auf die Hüft-Becken-Lenden- Region bezogenen neuromuskulären Funktionstest zu evaluieren. Tab. 1: Quantitative Kategorisierung der «Beinhebefunktion» Tab. 2: Datenauswertung (deskriptive Statistik) des Beinhebetests (Werte in Sekunden); Gültigkeit für Männer und Frauen im Alter von 17–23 Jahren) Tab. 3: Bewertungstabelle, basierend auf den statistischen Werten aus Tab. 2 (beachte dort den Gültigkeitsbereich) KategorieAusführung 1Abheben der Beine nicht möglich 2Abheben der Beine bis oberhalb der Patella möglich 3Abheben der Beine bis Mitte Oberschenkel möglich 4Abheben der Beine vollständig möglich ErgebnisFrauenMänner Anzahl (n)3820 Mittelwert52.251.3 Median 5149.5 Minimum2532 Maximum10288 Standardabweichung16.915.2 Unteres Quartil4140.5 Oberes Quartil 6057 BewertungFrauenMänner unterdurchschnittlich< 40 s< 40 s Normbereich41–60 s41–57 s überdurchschnittlich> 61 s> 58 s 6 Von einem APW spricht man, wenn Körperteile durch muskuläre Aktivität als Gegengewicht eingesetzt werden (S. Klein-Vogelbach 1977).ANZEIGE Im Falle einer Zuteilung zur Kategorie 1 kann der Test nicht zur Beurteilung der Muskelleistungsfähigkeit genutzt werden. In Kate- gorie 2 ist eine zusätzliche Testung der Muskellänge (DD 7 : M. rectus femoris, M. tensor fascia lata, M. iliopsoas) und eine Beweglichkeits- untersuchung der Lendenwirbelsäule in Extension erforderlich. Im klinischen bzw. trainingstherapeutischen Alltag sind weniger als zwanzig Prozent der Lehrmeinungen evidenzbasiert. Darum sollten wir uns vermehrt die Frage stellen, wie sich eine Annahme / Aussage so formulieren lässt, dass sie mit messbaren Merkmalen statistisch überprüfbar wird. Für den Beinhebetest wurden Messdaten (Belastungsdauer in Sekunden) erhoben und quantitativ (zahlenmässige Erfassung) operationalisiert (vgl. Tab. 2). Die Begriffe «Grundkraft» bzw. «Muskelleistungsfähigkeit» wurden damit in empirisch messbare Merkmale umgewandelt. Basierend auf der statisch erhobenen Datenreihe ist es zulässig, eine quantitative Aussage über die allgemeine Muskelleistungs- fähigkeit der lumbalen Streckmuskulatur zu machen und daraus allfällige trainingstherapeutische Schritte abzuleiten. 7 Differentialdiagnose 9. Testauswertung Basierend auf der deskriptiven Statistik erfolgt eine Bewertung: unterdurchschnittlich, normwertig oder unterdurchschnittlich (vgl. Tab. 3). Vergleichbar mit den Einschätzungen der drei Basiskraft- tests von Swiss Olympic kann die rumpfbezogene Belastbarkeit der Testperson mit einer gewissen Sicherheit richtig eingeschätzt wer- den. Daraus lassen sich Schlussfolgerungen betreffend notwendi- ger Trainingsmassnahmen ziehen. 10. Testspezi sche Beobachtungen Eine zuverlässige Aussage über die Muskelleistungsfähigkeit der lumbalen Rückenstrecker ist möglich, weil sich das subjektive Symptom «leistungslimitierender Ermüdungsschmerz» in dieser Region zuerst einstellt. Dieses kann als starkes Indiz für die Validi- tät der Testübung angesehen werden. Revolutionieren Sie die Behandlung von Rücken-, Schulter-, Hüft- und Knieschmerzen durch biomechanisch optimierte Trainingsgeräte, inklusive visuellem Biofeedback-System durch Nutzung von künstlicher Intelligenz. Re-Defi ning Physiotherapy Konzept zur Trainingstherapie für Rücken, Hüfte, Knie und Schulter Nähere Informationen fi nden Sie in unserem Whitepaper und auf www.domitner.comBewegungsmedizin – Nr. 16 / März 2023 Fachliche Informationen Bewegungs- und Gesundheitsförderung In etwa der Hälfte der Fälle muss der Tester infolge Unver- mögens des Probanden, die Beine in der vorgegebenen Höhe zu halten, abbrechen. In den anderen Fällen erfolgt der Abbruch durch den Probanden selbst infolge lokaler Ermüdung bzw. Muskelversagens. Im Gegensatz zu andern Krafttestverfahren mag erstau- nen, dass sich offensichtlich kein geschlechtsspezi scher Unter- schied betreffend maximaler Haltedauer zeigt. Wenn diese als prädiktiver Hauptfaktor für die Muskelleistungsfähigkeit ange- nommen wird, dann scheint – im Gegensatz zum Bereich der oberen Extremitäten – kein Unterschied in Bezug auf die arthro- muskuläre Integrität des Hüft-Becken-Lenden-Bereichs zu be- stehen. Andernfalls müsste bei einer allfälligen grösseren Häu g- keit von lumbalen Beschwerden bei Frauen der Faktor «Kraft der lumbalen Streckmuskulatur» als geschlechtsspezi sches Problem angenommen werden. Ausgehend von einer im allgemeinen grösseren Beweglich- keit von Frauen gegenüber Männern wird häu g beobachtet, dass sowohl das Anheben der Beine als auch die weiterlaufende Lordosierung der Lendenwirbelsäule dadurch erleichtert ist, was die mechanische Wirksamkeit der Testmuskulatur begünstigt und damit das Testresultat auch bei geringerer (absoluter) Muskel- kraft günstig beein usst. 11. Zusammenfassung und praktische Konsequenzen für den Trainingsalltag In zahlreichen Studien ist immer wieder belegt worden, dass im Zusammenhang mit unspezi schen Rückenschmerzen der Kraft der lumbalen Rückenstreckmuskulatur eine primäre Bedeutung zukommt. Ein vergleichbarer Zusammenhang wurde für die vent- rale Rumpfmuskulatur bis dato nicht bestätigt. ➔ Unter dieser Evidenzlage hat das gezielte Training der Rückenmuskulatur eine deutlich höhere Priorität gegenüber der Bauchmuskulatur. Auch bei chronischem Nichtgebrauch und asymptomatischer Störung der arthromuskulären Balance im Hüft-Becken-Lenden- Bereich ist primär die lumbale Rückenstreckmuskulatur durch Ab- schwächung getroffen, dies in zunehmendem Masse in Richtung Extension der LWS. ➔ Auf eine Bewegungsführung bis in die extensorische Endstellung mit trainingswirksamem Widerstand ist bei allen Rückenübungen speziell zu achten. Der mehrschichtige Aufbau der verschieden langen und in unter- schiedlicher Richtung verlaufenden Muskelzüge der Rücken- streckmuskeln garantiert eine aktive Sicherung und segmentale Kontrolle der beteiligten Bewegungssegmente. Um alle Bewe- gungsmodalitäten der modular aufgebauten Wirbelsäule nutzen zu können, ist ein Training über ausschliesslich in der Sagittal- ebene ablaufende Extensionsbewegungen ungenügend. ➔ Um den wichtigen Synergismus aller Muskelsysteme (sakrospinales und transversospinales System) ausrei- chend zu fördern, ist die extensorische Bewegung zusätz- lich mit andern Bewegungskomponenten wie Rotation und/oder Lateralfl exion dreidimensional zu kombinieren. Nicht alle Muskeln, die topographisch dem Rücken zugeordnet werden, haben eine direkte Wirkung auf die Bewegungsfunktion der Wirbelsäule. Zu den «echten Rückenmuskeln», die deshalb auch autochthon8 oder genuin9 genannt werden, zählen nur die genannten globalen und lokalen Muskelsysteme, die paraverte- bral von kranial nach kaudal und umgekehrt verlaufen. ➔ Verbreitet ist die Annahme, dass mit ruderzugartigen Übungsanordnungen der «obere Rücken» gekräftigt wird. Weil damit die den Schultergürtel dorsal fi xierenden bzw. bewegenden Muskeln (syn.: mediale Schulterblattfi xatoren) trainiert werden und diese aufgrund ihres mehrheitlich transversalen Faserverlaufs keine nennenswerte Wirkung im Sinne der BWS-Extension haben, ist diese Übungs- kategorie zur Kräftigung der thorakalen Extensoren nicht spezifi sch und deshalb unzureichend im Sinne des spezi- fi schen Kraftaufbaus. Literatur Denner A.: Analyse und Training der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur. Springer Verlag (1998) Freiwald J.: Optimales Krafttraining. Spitta-Verlag (2016) Geiger U.: Training mit freien Gewichten. Body Life Edition (2013) Geiger U.: Therapie funktioneller Dysbalancen mit Kleingeräten. Urban & Fischer (2016) Hildebrandt J.: Lendenwirbelsäule Ursachen, Diagnostik und Therapie von Rückenschmerzen. Urban & Fischer (2005) Hottenrott K.: Handbuch Trainingswissenschaft – Trainingslehre. Hofmann-Verlag (2017) Klein P.: Biomechanik der menschlichen Gelenke und Wirbelsäule. Urban & Fischer (2004) Knechtle B.: Aktuelle Sportphysiologie. Karger (2002) Miltner O.: Lumbar Extension Exercise – Treatment for Chronic Low Back Pain – Review and Meta-Analysis. Thieme Verlag (2001) Maier T.: Manual Leistungsdiagnostik Swiss Olympic. Eidgenössische Hochschule für Sport, Magglingen (2016) 8 an Ort entstanden 9 «echte» RückenmuskulaturANZEIGEBewegungsmedizin – Nr. 16 / März 2023 FITWORX – FIT INFORM GmbH Erfolgreiche Umsetzung der SFGV-Tools Die Anzahl der SFGV-Mitglieder, die sich dem Fitness-Guide anschliessen und damit auch FITWORX nutzen, steigt von Monat zu Monat. An dieser Stelle kommentieren einige unserer Mitglieder ihre Entscheidung. Wir sind ein privat geführtes Kleinunternehmen. Ich, Ursula Christener, Inhaberin von «Fit Inform» in Uznach SG, bin schon seit vielen Jahre in der Fitness- und Gesundheitsbranche tätig. Vor acht Jahren habe ich mir meinen Traum der Selbstständigkeit erfüllt und «Fit Inform» eröffnet. Seitdem ist unser Center stets gewachsen. Seit 2019 sind wir Lehrbetrieb und investieren viel Zeit in die Ausbildung unserer Lehrlinge Fachfrau/mann Bewe- gungs- und Gesundheitsförderung EFZ. Das Ziel ist, unseren Kundinnen und Kunden immer das Bestmögliche zu bieten. Des- halb ist mir ständige Weiterbildung wichtig. Nebst dem klassischen Angebot von Ausdauertraining, Kraftgerätetraining, sensomotorischem Training, Beweglichkeits- training, Functional Training oder Gruppen tness bieten wir auch Stoffwechselanalyse, Ernährungscoaching sowie Lebensstilbera- tung an. Darüber hinaus haben wir ein großartiges Angebot für Frauen während und nach der Schwangerschaft, beispielsweise Schwangerschaftsgymnastik, Geburtsvorbereitungskurse und Rückbildungsgymnastik. Unser Beitrag ans Gesundheitssystem ist es, unserer Kund- schaft langfristig zu einem besseren Wohlbe nden und einer besseren Lebensqualität zu verhelfen. Eine gute Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung dafür. Um gesund zu sein, brauchen alle Menschen regelmässig ausreichend Bewegung – in jedem Alter und in jeder Lebensphase. Warum haben wir uns für FITWORX entschieden? Für uns ist FITWORX ein Bene t, den wir auch unseren Kundinnen und Kunden ermöglichen möchten. Durch die Einführung von FITWORX können wir nun allen, die im Aussendienst unterwegs sind oder ihre Ferien in der Schweiz verbringen, die Möglichkeit bieten, ihr Gesundheitstraining in anderen grossartigen Centern zu absolvieren. Es ist schön zu sehen, dass wir Einzelunternehmer zusam- menarbeiten, denn das stärkt die Vorzüge unserer KMU gegen- über den Kettenbetrieben. Für uns ist FITWORX eine positive Be- reicherung und es macht Freude, im grösstem Fitness-Netzwerk dabei sein zu dürfen. Fit Inform GmbH Benknerstr. 2a, 8730 Uznach, www. tinform.ch Telefon: 055 525 80 30 « » Von links nach rechts: Raphael Melliger, Tamara Gjeorgieva, Ursula Christener, Sascha Müller Bitte um LogoErfahre hier alles über unseren Kraft-Beweglichkeits-Parkour www.milongroup.com Der Kraft-Beweglichkeits-Parkour ist die Lösung für die anatomischen und physiologischen Anforderungen von heute. KRAFT UND BEWEGLICHKEIT IM WECHSEL DIE KOMBI MACHT’S FIT IN KURZER ZEIT BIS ZU 3 STUNDEN SITZEN » 1 DURCHGANG IN 15 MINUTEN MEHR ALS 3 STUNDEN SITZEN » 2 DURCHGÄNGE IN 30 MINUTEN Muskellängentraining und Kräftigung im Wechsel Standardisiertes Training auf kleinem Raum Vereint die Bedürfnisse der Trainierenden in einem Konzept ANZEIGEBewegungsmedizin – Nr. 16 / März 2023 Berufsbild: Aus- und Weiterbildung / Bewegungs- und Gesundheitsförderung In Ausbildung zur Expertin BuG: Azra Topic (32) Azra Topic: Nach bestandener Abschlussprüfung im Herbst 2023 wird sie die erste Expertin Bewegungs- und Gesundheitsförderung mit eidg. Diplom sein.AndrØ Tummer: Hallo Azra, wie geht es dir, so kurz vor der höchsten eidg. Prüfung unserer Branche? Azra Topic: Im Grossen und Ganzen sehr gut! Klar, es ist eine ge- wisse Anspannung da, aber die kenne ich gut aus den Prüfungen, die ich bereits abgelegt habe. Das wären konkret? Nun, ich habe eine kaufmännische Ausbildung und bin Fitness- instruktorin mit eidg. Fachausweis. Dazu bin ich Marketingfach- frau und habe die höhere Fachschule für BWL am schweizeri- schen Institut für Betriebsökonomie (SIB) absolviert. Ausserdem habe ich bereits im Alter von 16 Jahren erste Berufserfahrungen in der Fitnessbranche machen können und bin dieser – bis auf einen kurzen Unterbruch – bis zum heutigen Tag treu geblieben. Und was fasziniert dich an dem Beruf? Das gesundheitsorientierte Coaching liegt mir schon sehr am Herzen. Deshalb bin ich auch sehr froh, dass wir hier im Sport- center Leuggern – das übrigens auch mein erster Arbeitgeber als 16-Jährige war – als Gesundheitsanbieter positioniert sind und nicht als «klassisches Fitnesscenter» gelten. Auf der anderen Seite hat mich aber auch immer schon das Geschehen hinter den Kulissen interessiert, also alle Prozesse, die in einem Fitnessunternehmen ablaufen, die nicht direkt mit dem Coaching zu tun haben. Hier pro tiere ich stark von meinen übrigen Ausbildungen in den Bereichen Marketing und BWL. Im Sportcenter arbeite ich deshalb sowohl auf der Trainings äche als auch im Büro – für mich die perfekte Kombination. Azra Topic ist die derzeit einzige Frau in der ersten Gruppe, die bald die höhere Weiterbildung zum Experten / zur Ex- pertin in Bewegungs- und Gesundheits- förderung abgeschlossen hat. André Tummer hat sie an ihrem Arbeitsort, dem Sportcenter Leuggern, getroffen. Von AndrØ Tummer ANZEIGE Kriens | 041 241 04 04 info@ratio.ch | www.ratio.ch statt Fr. 10‘996.- nur Fr. 5‘498.-* * exkl. MwSt. und Lieferung, solange Vorrat Laufband 8TRx - Edition • Leistungsfähiger 5 PS Motor • Geschwindigkeit: 0.524 km/h • 55 cm breiter Laufteppich • 3Zellen-Dämpfungssystem • mögliche Steigung: 0 20% Am Branchentag testen!Next >